Kräuter  
 

Frische wie getrocknete Kräuter verleihen vielen Gerichten mehr Geschmack und Aroma. Die Stängel und Blätter frischer Kräuter sollten knackig grün und weder trocken noch verfärbt sein. Getrocknete Kräuter werden im Ganzen, als Blätter oder zerrieben angeboten, wobei letztere sehr schnell ihr Aroma verlieren. Ebenso sind Kräutersalzmischungen wenig empfehlenswert, da sie meist wesentlich teurer sind als einzelne Kräuter.....Legen Sie sich also am Besten Ihren eigenen kleinen Kräutergarten an. Ein Garten ist dazu übrigens nicht unbedingt nötig, auch in einem großen Topf auf dem Balkon fühlen sich Basilikum & Co. wohl

 

Basilikum

Art

Gehört zur Familie der Lippenblütler - Zitronen-, Anis-, Kampfbasilikum, wilder Basilikum, italienischer oder krauser Basilikum sind Beispiele von über 60 verschiedenen Arten.

Lagerung

Einen sonnigen, windgeschützten Standort und nährstoffreichen Boden. Die Pflanze sollte nicht mit kaltem Wasser gegossen werden, da sie sehr kälteempfindlich ist. Daher erfolgt auch die Aussaat im Freiland nicht vor Mitte Mai.

Verwendung

Vor allem in der italienischen Küche unentbehrlich - passt zu Tomaten, Aufstrich, Salaten, Suppen, Saucen, Teigwaren, Geflügel, Fisch, Krustentiere, Gemüse, Beilagen und auch zu Süßspeisen.
Ach so: Kaninchen sind übrigens ganz wild auf Basilikum!

Profi-Tipp

Möglichst spät beim Garen beigeben - Basilikum-Tee fördert die Verdauung, lindert Völlegefühl und Blähungen - Zubereitung: 1-2 TL Basilikum mit 1/2 l kochendem Wasser übergießen, 10 min. ziehen lassen

 

Koriander

Art

Gehört zur Familie der Doldengewächse

Lagerung

Frisches Koriandergrün gibt es in der Gemüseabteilung guter Supermärkte und hält sich im Plastikbeutel im Gemüsefach des Kühlschranks vier bis fünf Tage. Man kann es zum Frischhalten auch wie einen Strauß Blumen ins Wasser stellen.
Korianderkörner büßen gemahlen nach einiger Zeit ihr Aroma ein. Deshalb die Körner vor der Zubereitung lieber selbst mahlen, am besten in einer Pfeffermühle.

Verwendung

Kann sowohl für gesalzene wie für süße Gerichte verwendet werden. Er passt zu Fisch- und Fleischgerichten, ist in Weihnachtsgebäck, wie Lebkuchen, Aachener Printen oder Spekulatius enthalten. Mit Anis, Fenchel und Kümmel gehört Koriander zum sogenannten Brotgewürz, um frisches Brot bekömmlicher zu machen. Die grünen Blätter verfeinern erst seit kurzem Salate, Suppen, Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichte: Die einen lieben den intensiven Geruch und Geschmack, die anderen rümpfen die Nase.

Profi-Tipp

Beim Kochen verliert Koriandergrün schnell seine Würzkraft. Damit der volle Geschmack der Blätter zur Geltung kommt, sollte man direkt vor dem Servieren über die Speisen geben.

 

Rosmarin

Art

Ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütengewächse

Lagerung

An einem sonnigen, trockenen Standort kann er bis zu 1 1/2 Meter hoch werden - Nachteil: er ist normalerweise nicht winterh

Art

, was bedeutet, dass man ihn in Kübel zieht, die man im Winter ins Haus bringen muss. Seit neuerem gibt es aber auch winterharte Sorten

Verwendung

Rosmarinblätter haben ein würzig-bitteres Aroma, das besonders gut mit Fleisch harmoniert. Die Italiener nehmen das Kraut auch zu gebratenem Fisch und würzen ihre Suppen und Soßen damit. Rosmarin hat einen unverkennbar herb-bitteren, würzigen, harzigen Geschmack, der ihn bei vielen mediterranen Speisen unverzichtbar macht.

Profi-Tipp

Rosmarin-Kartoffeln: Nach dem Kochen, die Kartoffeln in ein wenig Olivenöl geben und mit Rosmarin verfeinert in einer beschichteten Bratpfanne anbraten. Dazu Hühnchen und einen frischen Salat servieren.
Schnell, lecker und einfach!

 

Salbei

Art

Ist eine Gattung der Lippenblütengewächse, der Name bezieht sich aber auch auf den für Küche und Medizin wichtigen Küchen- oder Heilsalbei.
Außer dem Heilsalbei gibt es noch eine Reihe weiterer Salbeiarten. Am häufigsten findet man in Deutschland Wiesensalbei, dem aber durch den geringen Anteil an ätherischen Ölen kaum Bedeutung zukommt.

Lagerung

Salbei ist unproblematisch, wenn der Standort und die Bodenverhältnisse stimmen: Sonnig, trocken und durchlässig, dabei nicht zu nährstoffreich. Der trockenheitsverträgliche Halbstrauch gedeiht auch im Kübel sehr gut. Den Winter übersteht der Kübel-Salbei an einem vor Sonne geschützten Platz problemlos draußen.

Verwendung

Von der Füllung für die Weihnachtsgans bis zu leichten mediterranen Sommergerichten. Nicht nur die traditionellen Kombinationen mit Kalbfleisch, Leber oder Aal sind empfehlenswert. Salbei passt ebenso gut zu Geflügel, Schwein oder Lamm. Es ergänzt Pastagerichte, Gebackenes, Eierspeisen und sogar Gemüse.
Kombinieren lässt sich Salbei mit anderen intensiven mediterranen Kräutern, am besten mit Rosmarin, sowie mit Chili, Knoblauch und Zwiebeln. Kräuter und Gewürze mit feinem Aroma werden allerdings durch Salbei förmlich erschlagen.

Profi-Tipp

Salbei wirkt krampflösend, entzündungshemmend, astrangierend (zusammenziehend), schweißhemmend, antibakteriell und pilztötend.

 

Thymian

Art

Angehöriger der Lippenblütler. Es gibt über 60 verschiedene Thymiansorten

Lagerung

Im Garten braucht Thymian seinen Platz. Der Schmetterlingsmagnet mag es heiß und trocken, sehr sonnig auf durchlässigen, mageren, sandigen oder schotterigen Böden. Thymiane sind wie kaum eine andere duftende Würzpflanze ideal für Pflanzgefäße, Balkonkästen, Ampeln oder Tröge geeignet - auch für kleinere Töpfe.

Verwendung

Die Verwendung von Thymian ist sehr vielfältig: Suppen und Schmorgerichte, aber auch Pasteten und Terrinen sind klassische Verwendungsmöglichkeiten. Gerichte mit Wild, Kaninchen und Geflügel harmonieren vorzüglich mit dem kräftigen Aroma von Thymian. Zu Sommergemüse wie Zucchini, Auberginen, Tomaten, Paprika und Zwiebeln passt Thymian wunderbar. Ratatouille ist nur ein Beispiel für eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten. Mit Gemüse nach Wunsch, einem guten Olivenöl und etwas Pecorino oder Parmesan lassen sich immer wieder neue Pastasaucen erfinden.

Profi-Tipp

Thymianhonig zur Linderung von Husten:
1 TL getrocknetes, gemahlenes Thymiankraut mit 1 EL Honig verrühren und einige Stunden ziehen lassen. Über den Tag verteilt jeweils einen halben TL einnehmen.