Präventionskurs aktuell  
 

Folgende Kassen garantieren eine Kostenerstattung von mindestens 80%, unter Einhaltung der individuellen Richtlinien für Prävention (z.B. Jahres-Maximalbetrag, Felder ...):

  • Alle BKKs (Betriebskrankenkassen)
  • Knappschaft
  • GEK (Gmünder Ersatzkasse)
 
 
 Ampelkennzeichnung  
 
Die Ampelkennzeichnung ist tot. Sie wird in Deutschland nicht eingeführt.
Gott-sei-Dank, können wir nur sagen!

Zum Hintergrund: Nach der Kennzeichnung von Lebensmitteln nach der GDA (Guideline Daily Amount), die einige Unternehmen sehr "kreativ" (*) angewendet haben, war die "Ampelkennzeichnung" im Gespräch, wie Großbritannien sie eingeführt hatte.
Fett-, gesättigte Fette, Zucker-, Salz und Kalorien wurden da mit grün-gelb-rot plakativ gekennzeichnet. Für alle Lebensmittelgruppen galten die gleichen Grenzwerte. So erhielt z.B. Pflanzenfett ein fettes ROT mit einem grünen Punkt für gesättitgte Fette, Zucker grün, Salz grün und Kalorien wieder rot. Sollte das dem uninformierten Verbraucher dazu motivieren, die richtigen Lebensmittel zu wählen?
Die Engländer hatten die Kennzeichnung mit einem fetten Knall eingeführt. Die KINDER und die Jugendlichen haben ganz schnell darauf reagiert: Sie wählten vor allem Rot - Rot - Rot - Rot - Rot - Lebensmittel, weil sie es "super-cool" fanden, so ein böööses Lebensmittel zu essen. Die restlichen Insulaner blieben britisch gelassen und änderten.. nichts. Sie haben sich davon nicht beeinflussen lassen und sind deshalb in Sachen Übergewicht nach wie vor auf Platz 1.
Wir haben uns immer gegen GDA und gegen die Ampel ausgesprochen – weil wir der Meinung sind, dass keine Kennzeichnung etwas bringt, wenn man nicht Grundkenntnisse über Ernährung und die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln hat. Deswegen ist ja auch der LowFett 30-Präventionskurs wie er ist: Viel Basiswissen, damit man genug weiss, um sich über das jeweilige Lebensmittel selbst ein Urteil bilden zu können - vorausgesetzt, man kennt die Nährwerte.
Und DIE sollen jetzt wohl Pflicht werden. Bezogen auf 100g als Mindestangabe, was ebenfalls eine sehr gute Entscheidung ist, denn in USA darf man ausschließlich "per serving" also pro Portion kennzeichnen, und das führt mitunter zu bizarren Ergebnissen: Ein "Spritzer" einer bestimmten Zutat hat dann also 0kcal  weil die Menge so gering ist tatsächlich hätten aber 100g des Lebensmittels dann u.U. 500 und mehr Kalorien. So geschehen bei dem amerikanischen "Backspray", das mit 0% Fett pro Anwendung deklariert ist, tatsächlich aber aus Öl besteht und rund 600kcal pro 100g hat.

(*) Hersteller von Kindersüßigkeiten deklarierten 250kcal-Portionen als 11,25% des Tagesbedarfes .. wobei ein Kind natürlich keine 2.000kcal Tagesbedarf hat. Eine Mutter, die sich darauf verlässt, überfüttert ihr Kind.
Ein anderer Hersteller gibt auf der Pizzaverpackung an, dass eine Pizza-Portion nur 20% des Tagesbedarfs ausmacht - und schreibt ganz klein darunter: ½ Pizza = 1 Portion. So kann man sich das natürlich auch hindrehen - und Hersteller, die ehrlich deklarieren, geraten so ins Hintertreffen.
 

 
 
 peb-Studie "Junge Eltern": Konfliktvermeidung statt Erziehung  
 
Die Studie, die von peb - der Plattform für Ernährung und Bewegung am 19. August veröffentlicht wurde, deckt sich mit unseren Erkenntnissen in der Beratung. Junge Eltern (und nicht nur die) erziehen ihre Kinder nicht mehr, sie lassen sie gewähren, aus Angst vor Konflikten.

Eine lesenswerte Zusammenfassung, wie wir finden:

peb-Studie Junge Eltern: Konfliktvermeidung statt Erziehung
Berlin, 19.08.2010 - Mit der peb-Studie "Junge Eltern" untersuchte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V (peb) die Einflussfaktoren für das Ernährungs- und Bewegungsverhalten junger Familien in der frühen Phase der Kindheit. Damit beleuchtet die peb-Studie Motive, Hinderungsgründe und Voraussetzungen für gesundheitsorientiertes Verhalten in jungen Familien und liefert neue Erkenntnisse zur Prävention von Übergewicht.
Im Auftrag von peb wurden für die Studie, die mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert wurde, insgesamt 330 Eltern von Kindern im Alter von 0-3 Jahren durch rheingold, Institut für morphologische Marktforschung, befragt. Die Ergebnisse zeigen vor allem, dass der Alltag in vielen jungen Familien oft von Konfliktvermeidung und zu wenig Regeln und Strukturen geprägt ist.

Gesunder Lebensstil braucht Regeln
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es im Alltag von jungen Familien immer weniger Regeln, Rituale und feste Essenszeiten gibt. Eltern machen ihren Kindern nur wenige Vorgaben - und das Essen wird zur Verhandlungssache, bei der zwischen Eltern und Kindern ausgehandelt wird, was, wann, wie oft und wie viel gegessen wird. So gestehen sich 42 Prozent der Eltern ein, dass es Ihnen schwer fällt, sich den Wünschen ihrer Kinder zu widersetzen. Elternaussagen aus den Interviews der peb- Studie wie "Ich musste als Kind immer essen, was auf den Tisch kam. (...) Ich möchte meinen Sohn nicht einengen." und "Es ist viel zu schwierig, streng zu sein, wenn er mich mit seinen süßen Augen anguckt." zeigen, wie schwer es den Eltern fällt, feste Regeln aufzustellen und durchzusetzen.

Ständige Konfliktvermeidung
Viele junge Eltern versuchen, durch Medienkonsum und Lebensmittel außerhalb der Mahlzeiten ihre Kinder ruhig zu stellen, um Konflikte mit ihren Kindern zu vermeiden oder sie zu lösen. Zum Teil werden Kinder bei jeder kleinsten Unlustäußerung (wie Langeweile, Kummer o. ä.) durch Essen, Trinken oder den Fernseher ruhig gestellt. Dies ist vor allem auf den Anspruch der Eltern zurückzuführen, das Kind solle immer glücklich und zufrieden sein. So stimmen 63 Prozent der Eltern der Aussage zu, trotz einigermaßen fest geplanter Mahlzeiten ihrem Kind auch zwischen den Mahlzeiten etwas zu essen zu geben, wenn es danach verlangt. Im Interview erklärt die Mutter einer Tochter hierzu: "Zu Beginn hat sie mal aus Hunger geschrieen. Dem beuge ich jetzt vor. Zur Not mit Keksen und Waffeln zwischendurch, wenn sie das Essen nicht geschafft hat."

Weitere Kernergebnisse der peb-Studie:

* Die grundsätzlichen Informationen zum gesunden Lebensstil sind den meisten jungen Eltern bekannt. Die Umsetzung im Alltag fällt jedoch oft schwer.
* Jungen Eltern bereitet es eher Sorgen, dass Kinder zu wenig essen als zuviel.
* Sprechen junge Eltern über einen gesunden Lebensstil, wird dem Thema Ernährung ein hoher Stellenwert eingeräumt, das Thema Bewegung wird kaum erwähnt.
* Junge Eltern hemmen oft den natürlichen Bewegungsdrang ihrer Kinder statt ihn zu fördern.
* Väter sind zumeist aktiver bei der Bewegungsförderung ihrer Kinder als Mütter.

Weitere Informationen zur peb-Studie "Junge Eltern" finden Sie unter www.pebonline.de


 
 
 Focus Online Voting: LowFett 30 auf Platz 1!  
 
Bei Focus Online können User derzeit Ernährungssysteme bewerten und mittlerweile stehen wir an
Ranking-Platz 1.

Bewertet werden:
Schnelligkeit der Abnahme und man nimmt mit LowFett 30 ja ganz normal gut ab (deswegen auch ne 1), vor allem, weil es eine gesunde Abnahme ist, für die man nicht irgendwelche Experimente machen muss. Am schnellsten gehts natürlich in Verbindung mit dem Schweinehundprogramm, wenn man auch noch Sport macht, für Entspannung sorgt und sich beim Alkohol etwas beschränkt.

Alltagstauglichkeit Note 1, ganz klar: Kein extra Kochen für die Familie sondern nur anders einkaufen. Dazu klare Hilfestellung für alle Lebenslagen, von Schichtbetrieb über Urlaub bis hin zu Fast-Food.

Geschmack im Gegensatz zu anderen wirklich die geringsten Einbußen, denn wenn man normale, natürlich fettarme Lebensmittel einkauft ist das 100 Mal leckerer als irgendein Diätkram. Außerdem gibt es auch genug zu essen. Keine Miniportionen. Und bei den Rezepten wird ins immer bescheinigt, wie lecker das alles schmeckt.

Nachhaltigkeit kann man das Gewicht gut halten? Klar. Denn man hat so viel gelernt, dass man sich bewusst entscheiden müsste, dem Schweinehund wieder die Tür zu öffnen. Wer aber weiter nach LowFett 30 einkauft, kocht und sich bewegt, wird auch schlank bleiben.

Kunden über LowFett 30:

24.01.2010 - User-Kommentar von "Joh"
"Nach mehreren gescheiterten Diäten war das LowFett 30 Programm die Erlösung. Habe mein Idealgewicht erreicht und halte mein Gewicht seit über ein halben Jahr. Mit diesem Programm kann man ein ganzes Leben lang arbeiten. Kurs ist finanzierbar, weil die Krankenkassen in der Regel die Kosten zurückerstatten. Ich kann dieses Programm nur empfehlen!"

25.01.2010 - User-Kommentar von "Bachmann"
"Durch die LowFett 30-Diät bzw. Ernährungsweise habe ich vor einem halben Jahr 8 kg abgenommen und halte mein Gewicht obwohl ich lange nicht mehr nach dem Ernährungsplan esse. Durch die vermittelten Grundlagen in Form von kleinen Filmen und Lesestoffen lernt man viel über Ernährung und darüber, wo die kleinen Dickmacher enthalten sind. Auch wenn man mal anders isst, verzeiht die Waage das."

Lesen Sie hier weitere Bewertungen!

 
 
 Widder sind echte Pfundskerle der etwas andere Jahresrückblick  
 
Gute Nachrichten zum Jahreswechsel: Seit 1 Jahr ist der LowFett 30-Onlineabnehmkurs im Web. Nicht nur, dass viele gesetzliche Krankenkassen wie BKK, Knappschaft, GEK, DAK, IKK und Barmer bis zu 100 % der Kursgebühren von 89 Euro erstatten. Immer mehr Menschen nehmen mit dem Online-Abnehmprogramm auch wirklich erfolgreich ab meist 4-6 Kilo und mehr.

Zeit für uns, eine Bilanz zu ziehen. Aber nicht irgendeine. Wir wollten natürlich mit einem kleinen Augenzwinkern - wissen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Gewichtsverläufen und Sternzeichen? Gibt es Vertreter bestimmter Tierkreiszeichen, die zum Beispiel besonders übergewichtig sind, also einen hohen BMI haben? Und welches Sternzeichen nimmt relativ viel ab? Wir haben im Herbst 2009 die Daten von 500 Teilnehmern anonym ausgewertet knapp 82 % Frauen, rund 18 % Männer und etwas genauer unter die Lupe genommen.
 
 
 Die Ergebnisse haben wir Ihnen hier zusammengefasst!  
   
 
 Weihnachten im Schuhkarton  
 

Eine schöne Idee!Weihnachten im Schuhkarton.jpg

Es gibt so viele Kinder auf der Welt deren Leben von Trostlosigkeit bestimmt ist.
Die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" soll helfen ein wenig Freude in das Leben der Kinder zu bringen. Und das finden wir richtig gut!
Mit einem einfachen Schuhkarton können Sie Kindern in Not eine unvergessliche Weihnachtsfreude machen. 

Es ist wirklich ganz einfach: Einen handelsüblichen Schuhkarton mit buntem Geschenkpapier bekleben und mit Überraschungen füllen, über die sich jedes Kind freut....Spielzeug, Süßigkeiten und praktische Dinge wie Zahnbürste, Zahncreme, Socken und Schulhefte. Das Schuhkarton-Paket wird dann in einer der über 800 deutschlandweiten Sammelstellen abgegeben.

Bringen Sie Kinderaugen zum Strahlen und machen Sie mit.
Mehr Informationen zur Aktion finden Sie hier.

 
 
 Schneller Einkaufen mit dem Foto-Handy  
 

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barcoo bietet direkten und kostenlosen Zugriff auf unabhängige Informationen zu Produkten in Läden, unterwegs - einfach überall. Das Handy wird zu einem Barcode-Scanner und zeigt jedem Benutzer sofort an, was er wissen will: Preisvergleich und Testberichte, Öko- und Gesundheitsinformationen oder den nächsten Laden in dem das Produkt verkauft wird. So kann man Geld sparen ... und ab sofort kann man damit prima nach LowFett 30 einkaufen.

Die Kooperation von LowFett 30 mit barcoo ist ganz neu. Zugegeben, das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, aber die Idee ist: Sie scannen ein Lebensmittel und können sofort sehen: Ja, das ist LowFett 30 oder Nein, ist nicht LowFett 30 und manchmal wird sogar ein Ersatzprodukt angezeigt!
Noch ist die Datenlage nicht besonders gut (wie auch ... ist ja alles neu!), aber Sie können helfen, das zu verbessern, indem Sie auch Nährwerte eintragen. Vor allem Nährwerte eben von LowFett 30-Produkten, die Sie entdecken.

Der Service ist kostenlos und wenn wir alle mitmachen, geht das Einkaufen in ein paar Wochen damit rucki-zucki.

Installieren Sie die "Application" auf Ihrem Handy. Surfen Sie mit Ihrem Foto-Handy auf www.barcoo.mobi Das Programm erkennt dann Ihr Handy-Modell und mit ein paar Klicks ist es installiert. Besitzer älterer Handy-Modelle ohne Kamera erhalten die Informationen auch ohne Scan, wenn Sie den Produktnamen oder die Barcodenummer eintippen.
Der Zugang erfolgt natürlich nur über ein internetfähiges Handy.


 
 
 Einfach nur schön bös `  
 

Artikel des Pharmazeuten und Fachjournalisten Dr. Markus Zieglmeier ... dessen pointierte "Schreibe" Ihnen vielleicht genau so viel Spaß macht wie uns ... (Der Artikel spiegelt die Meinung des Verfassers wider ... Beschwerden bitte direkt beim Autor! ;O)))).

Das Jahr der Blähungen

Wenn ich mich nach einem harten Arbeitstag bei der Zubereitung des Abendessens entspanne, höre ich oft mit halbem Ohr auf den Fernseher im Wohnzimmer. Beim Schnippeln der essenziellen Ballaststoffe werden Ohren und Hirn aufs angenehmste von den nicht minder essenziellen Werbeblöcken des MZieglmeier2.jpgVorabendprogramms gespült, wobei man - passend zur Tätigkeit des Kochens - mindestens alle zwei bis drei Minuten an den wahren Sinn des Lebens erinnert wird: Regelmäßige, weiche und voluminöse Stühle, erreichbar durch den Konsum von Abführmitteln und Novel-Food-Joghurts.
Im Jahr 2008 hat es mir ein Joghurt-Werbespot besonders angetan: Eine junge Frau liegt zwischen Bäumen auf einer Picknickdecke. Ihre Freundin fordert sie auf, sich mit den anderen Picknick-Teilnehmern spielerisch zu bewegen. Sie muss das ablehnen, und zwar mit den Worten: `Ich fühl` mich so träge ...`, wobei die im Uhrzeigersinn um den Nabel kreisende Hand signalisiert, dass es sich bei besagter Trägheit um die ihres Gedärms handelt, die wegen der langfristig unbehandelten Überfüllung dieses wichtigen Organs auf den Rest ihres jugendlichen Körpers ausstrahlt.

Ihre gleichaltrige, aber dennoch lebenserfahrene Freundin empfiehlt ihr daraufhin den Joghurt, dessen Kulturkeime die Magensäure in großer Zahl überleben. Dazu zeigt der Bildschirm die Silhouette einer Frau mit eingezeichnetem Magen-Darm-Trakt. In diesen werden die kugelförmigen Jogurtkeime von oben eingefüllt und überleben - wie gesagt - den Magen in großer Zahl, um sich dann im Gedärm zu einem Pfeil zu formieren und in Sekundenschnelle ... Werbezeit kostet schließlich Geld ... aus der schematisierten Dame unten wieder heraus zu fallen.

Das nächste Bild zeigt die ehemals Darmträge, wie sie sich mit den anderen Mittzwanzigern auf der Waldlichtung mit altersgemäßen Hüpfspielen vergnügt. Sie wirkt erleichtert, ja geradezu befreit, und man ahnt, dass man, würde man den Wald wieder betreten, sehr genau aufpassen müsste, wo man hintritt.

War 2008, joghurttechnisch betrachtet, das Jahr der weichen, voluminösen Stühle, so muss man (bis heute nachwirkend) 2007 als das Jahr der Abwehr archivieren. Erinnern Sie sich an die Werbung mit dem Pärchen, das dick eingemummelt am Nord- oder Ostseestrand spazieren geht und verwundert zur Kenntnis nimmt, wie sich Scharen von Nackten jeden Alters in die sichtlich eiskalten Fluten stürzen?

Was wollten uns die Kreativkräfte aus der Werbebranche mit diesen Bildern sagen? Etwa dass der Genuss von Joghurtdrinks ein suizidales Verhalten nach Art des nordischen Lemmings fördert?

Mitnichten, geneigter Leser! Die Aussage war, dass man sich dank dem novel food dergleichen eiskalt-wässrige Fahrlässigkeiten leisten konnte - mit einem Immunsystem, das einen Alligator mit Stolz erfüllen würde.

Und 2009? Da sieht man eine junge Frau beim Aufräumen der überraschend harmlosen Verwüstungen nach einem Kindergeburtstag. Sie steht auf einem Stuhl und pflückt Luftballons von einer Wäscheleine. Der Anblick eines besonders prallen roten Ballons, den sie sich sofort gegen den flachen Bauch presst, motiviert sie, einer älteren Dame ihr Leid zu klagen: Blähungen!!!

Auch ihr wird der Joghurt empfohlen, dessen Keime den Magen in großer Zahl überstehen. Wieder zeigt die Grafik - diesmal im Profil - wie sie sich zu einem Pfeil formen und auf ihrem Weg ans Tageslicht die als Nebelschwaden gezeichneten Blähungen mit sich reißen, wobei der gewölbte Leib sichtlich flacher wird. Vermutlich in Unkenntnis der immensen Zahl von geblähten Hausfrauen, die mit dem Rücken zum Fernseher in der Küche stehen und auf ihr Gehör angewiesen sind, verzichten die kreativen Werber (für mich unverständlicherweise) darauf, die Luftballon-Analogie dabei auch noch akustisch zu bemühen. Trotz dieses fast unverzeihlichen Versäumnisses muss man den Verantwortlichen im Joghurtmarkeiting ein feines Näschen bescheinigen: 2009 wird das Jahr der Blähungen, das steht seit der Zulassung von alli 60 mg fest.

Wenn in Zukunft Germany`s next Topfmoppel pharmazeutisch und diätetisch unberaten vor der Schweinshaxen-Grillstation steht, wird er sich die Frage stellen, wie viel ihn der Genuss wohl kostet: Zwei alli? Drei alli? Er wird es ausprobieren, und seine Darmflora wird ihn dafür bestrafen.

Sie wird sich über das ungespaltene Fett hermachen und daraus Gase in schier unglaublichen Mengen produzieren. Seine Umwelt wird die Sünde mit ihm zusammen büßen müssen, denn diese Gase besitzen ein Aroma, das mit der Sozialverträglichkeit eines Menschen kaum vereinbar ist. Mancher, der neben ein paar Abnehmwilligen in der U-Bahn sitzt, dürfte ungeachtet der Benzinpreise wieder aufs Auto umsteigen.

Der Effekt funktioniert übrigens auch mit Amylaseinhibitoren ... allerdings wieder mit einem anderen Aroma. Ein Internist aus meinem Bekanntenkreis behauptet, er könne bei der Visite ohne einen Blick in die Kurve sagen, in welchem Zimmer ein Patient liegt, der Glucobay einnimmt ... Türe öffnen und einatmen genügt. All das kann nur damit enden, dass Mitte 2009 bei Gottschalk ein Kandidat auftritt, der darauf wettet, zehn gemischte alli- und Glucobay-Patienten am Geruch ihrer Slips unterscheiden zu können.

Herrlich, oder?